


Bei der Euro2008 werden in
allen Centimeterlokalen
Fernsehgeräte aufgestellt, wo alle vom
übertragenen Fussballspiele zu sehen
sind.



Bereits
zum Jahreswechsel hat der Autor dieser Webseite, Ossi Heiter, in seiner
Weihnachtsbotschaft auf diese Großveranstaltung Bezug genommen.
Auch wenn wir bei der EURO2008 nix zu Lachen haben werden, der folgende Text,
den ich im Dezember 2007 an meine Freunde gesendet habe, trägt sicher zum
Lachen bei.
Hallo 2007-Geschädigte
Weihnachten könnte so schön sein, wenn da nicht immer die blöden mails von
Ossi Heiter wären.
Macht nix - einmal im Jahr muss ich testen, ob alle meine Freunde und sonstwas noch leben, oder ob morgen der Nikolaus - oder meinetwegen der Osterhase oder
auch Bill Gates persönlich einen ganzen Sack voll "unzustellbar" zurückbringt.
Ein Jahr lang haben viele von euch ohnedies nix von mir gelesen. Einige öfter, andere noch öfter und wieder anderer noch öftererer. Die Palette geht von
einmal im Jahr, bis zu monatlich, wöchentlich, täglich oder sogar stündlich.
Nicht, daß ich jemand stündlich mit Mails bombardiert hab, sondern dass jemand
- siehe voriger Satz - etwas von mir gelesen hat. Es spricht ja nichts dagegen, dass jemand jede Stunde mein
Mail liest. Technisch ist es kein Problem, stündlich die Mailbox zu öffnen, um das
ossiheitermail zu lesen.
Sollte jemand behaupten, dies sei pervers, kann ich nur entgegnen, der hat keinen
Fernseher und noch nie Nachrichtensendungen gesehen. Der hat keine Ahnung, daß sogar
Parlamentsdebatten zur Volksverbildung ausgestrahlt werden.
Oder noch schlimmer: Werbesendungen.
Würde mann sich so verhalten, wie es einem die Werbestrategen als normal einreden,
dann gäbs Platzmangel im Irrenhaus. Der Narrenturm müsste höher als der Donauturm
aufgestockt werden. Oder man wird eingesperrt, weil man zum Elektrohandelverkäufer
"Guten Tag, Herr Blödmann" gesagt hat. Aber vorher is man schon verdurstet, weil man
in der Wüste das Wasser verweigert hat, weils nicht nach Kräuterlimonade schmeckt,
und hamgeht.
Am Fuße des Kahlenbergs liegen dann alle mit zerschmetterten Knochen rum und in der
Hand eine silbrige Dose mit blauem Aufdruck und rufen verzweifelt: "wo sind meine
Flügel, wo sind meine Flügel?". Naja, hoffentlich Allianzversichert.
Alle Betten würden zusammenbrechen, weil überall zusätzlich noch ein Herr Hausverstand und meine Bank drin liegt und am
Sessellift gäbs erst recht ein Gedränge. In einem Zweipersonenlift kann ich dann gar
nimmer einsteigen, weil wenn ich den Hausverstand mitnehm, muss meine Bank zu Fuß
gehen.
Und wer - bitteschön - (außer den Werbemachern) verzichtet schon auf den Hausverstand.
one hausverstand hat halt nicht jeder - aber wer oan hat, hats gut.
Frauen tun sich da leichter mit den beiden zugleich, denn die sagen: "Männer mag man eben."
Die lustigste Werbesendung - die von ariel - gibts ja leider nimmer. Es war immer lächerlich
anzuhören - sie bestand nur aus diesen 3 Sätzen (zum Werbefilm):
Vor dem waschen - schaut euch den Schmutz an.
Nach dem Waschen - schaut euch das wasser an.
Beides restlos sauber!
Gut, das Ernährungsproblem is gelöst: ich brauch dem Supermarktverkäufer nur den
Pinguin-Eistanz vortanzen und dabei unauffällig ein paar Schokoriegel aus dem Kühlregal fladern. Sparen beim kaufen, denn geiz ist geil. Mit
einem Wisch ist alles weg.
Außerdem brauch ich ja garnix fladern, denn mir wurde ja schon 1000 mal via TV mitgeteilt, damit habe ich schon 10.000 Euro gewonnen. Wozu also überhaupt noch
in den Supermarkt hatschen? Ich schick meine Lakaien, Assistenten, Sekretärinnen
usw. zum Einkaufen und denke mir dabei: die Armen, die müssen ihr Geld schwer verdienen - und nur, weil sie kein Werbefernsehen gesehen haben.
Schön Blödmann bzw. im Zuge der Gleichberechtigung: Blödfrau.
Ist aber egal, wen ich zum Einkaufen rekrutier. Wenn ich ihm hohe 3,5% Zinsen
versprech, dann klappts auch mit dem Nachbarn. Der kann dann auch zum Essen bleiben, da sag ich
einfach: iss was gscheits. Bestenfalls wird er dann erstaunt sagen: Also mit dem hab i
jetzt net gerechnet.
Nicht mit Essen und Trinken sondern mit Trinkgeld, aber Trinkgeld ist out, denn Bargeld ist Steinzeit.
Aber wenn ich alles allein esse, muss ich am nächsten Tag wieder sagen: weg mit dem Speck.
Naja, Speck wird man nicht so leicht los, aber hinterrücks kann man schon 1 bis 2 Kilo
fallenlassen.
Und während man sich sitzenderweise von 2 kg von der gestern aufgenommenen Gesundheit
aus dem Marchfeld befreit, denkt man: was wären die großen Erfolge ohne die kleinen
und bemüht sich, auch noch die Braukunst auf höchster Stufe ebenfalls loszuwerden.
Naja, irren ist menschlich und Biertrinken ist es auch. Katze müsste man sein, denn
Katzen würden Whisky saufen. Ich hab zwar noch keine Katze im Supermarkt gesehen, aber
wie sagt der Latriner? Alles ist möglich. Vielleicht würden dann Katzen dann garnicht
das in der Werbung angepriesene Dosenfutter bevorzugen sondern Pommes, Bensdorp,
Haribo, Calgon oder Lakritze.
Man sagt zwar, Katzen haben 7 Leben, aber wenn man eine Katze in die Waschmaschine
steckt, dann ist die Katze nach 1/2 Stunde tot, aber die Waschmaschine lebt. Logisch,
denn Waschmaschinen leben länger mit Calgon.
Jaja, Bauknecht weiß, was Katzen wünschen.
Wir wissen sowieso nix, schon gar nicht, wie wir uns gesund ernähren sollen, sonst
müßte uns das das Fernsehkastl net dauernd vorpredigen, was wir alles an Gesundheit
zu uns nehmen müssen. Gesundes Gemüse, gesunde Pommes, gesunde Zahnpaste, gesunder
Zucker, gesundes Fett, gesunder Biosprit von heimischen Bauern selbst gemolken, gesunder Wein, gesundes Fernsehen und gesunde Medikamente. Das haut den stärksten
Hypochonder um, weil Gesundheit haut-Sache ist.
Sogar an der Tankstelle wird empfohlen, Bio-Benzin zu tanken. Also i find des super.
Früher hiess es ja, tu den Tiger in den tank, aber heute nur mehr tigern sie zum Löwen.
Nur bei den Zigaretten ist es uns freigestellt, denn da verrät uns die Werbung nicht,
welche Marke gesund ist. Dafür stehts eh auf der Packung. Z.B. wie man in der Tramway einen Sitzplatz bekommt: rauchen tötet ihren Nachbarn.
Und wenn man früher gegen unerwünschten Kindersegen Tabletten schlucken musste -
pardon, nicht man sondern frau - oder mühsam die Geweixanbrausung zum aufrollen und
Anlegen eines Überziehers studieren musste, so steht heute auf den Glimmstengelpackungen
wie man einfach unter Verwendung dieser Tabakprodukte den Familienzuwachs - oder Ausserfamilienzuwachs - verhindern kann. Rauchen macht insolvent - die
Glimmstengel werden immer teurer.
Jaja, ich weiss, es heisst Glimmstängel - mit äh -, aber ich kann mich an die näue däutsche
Rechtschreibung ebensowänig gewähnen, wie an den Euro und an die Sommerzeit. Angeblich
hätten wir ja alle bei irgendeiner Abstimmung dem Euro zugestimmt, aber da stand
nirgends: Über mögliche Auswirkungen und Nebenwirkungen, essen sie den Beipacktext
oder schlagen sie den Papst oder Autopeter, damit Sie auch morgen noch kraftvoll
zubeißen können.
Wir wurden nur aufgefordert, irgendwas anzukreuzen und seither laufen alle rum und
jammern, ich hab das X vergessen.
Aber nicht nur in Punkto Ernährung ist das Werbefernsehen hilfreich und gut. Früher
hiess es, nach dem Essen sollst du ruhn, aber jetzt ist reden angesagt und dazu gibts
eine extragroße Plaudertasche, da kann man plaudern, plaudern, plaudern, plaudern
bis die Tasche leer ist und wenn man dann nichts mehr zu sagen hat, dann gehen sie
am Besten mit einem guten Buch ins Bett. Und wenn sie kein Buch haben, dann zumindest
mit jemand, der ein gutes Buch gelesen hat. Denn in jeder Beziehung zählen die Menschen.
(Ich darf ja nicht sagen, wer drin liegt, sie müssen schon selbst nachsehen)
Wahrscheinlich die zarteste Verseuchung seit es Schokolade gibt.
Jaja, es steckt viel Spaß im Toffeefee oder wie das Ding eben heißt.
Dann kann man wenigstens am nächsten Tag die Frage beantworten: heute schon gerubbelt?
Jaaaa, natürlich.
Plaudern, plaudern, plaudern.
Und wenn man sich dann nicht mehr auseinanderknoten kann, dann schlag nach im Werbefernsehen,
da gibt der Schuldige selbst zu: Wir verbinden, was sie verbindet.
Aber bitte nicht mit dem Nachbarn, auch wenns mit dem klappt. Sonst kommt die Nachbarin
und sagt: der Leiner ist meiner und dann knistert ihnen die kelly eine Ordentliche.
Naja, kelly bringt knistern ins Leben. Na, dann wechseln sie eben die Seite, denn nichts ist
unmöglich und nicht nur Wien ist anders.
Besser man kümmert sich rechtzeitig um die ordentliche Bestattung mit Stil. Übrigens
ein Gutschein dafür ist das ideale Weihnachtsgeschenk für die Oma.
Naja, früher hat man halt seiner Liebsten ein Edelweiss gschenkt, aber was macht jetzt die Teekanne da? Wohl für das beeeeste im Mann? Und wenn es die Liebste
gefunden hat, dann sagt sie auch: hm, aussen toppits, innen Geschmack.
Wer aus dem 16.Bezirk stammt, hats besonders gut, denn dann wird sie sagen: Warum
erfrischt mich der ottakringer-popp so? Und wer ist schuld dran? Natürlich der
xxxxxxlutz. (Für ihn gilt natürlich die Unschuldsvermutung)
Ich stelle mir aber jetzt nicht die Frage: gibt es ein Leben nach dem Fernsehen sondern
ich frage mich, gibt es noch eine Werbesendung ohne Armin Assinger?
Aber blicken wir mit Freude und Opportunismus in die Zukunft. Große Ereignisse werfen
ihren Schaden voraus. Die Erzeuger von Mobilklos haben jetzt Hochbetrieb, denn uns
erwartet die Euro2008 ein Fussballmegaspektakel, bei dem Österreich außer der Bereitstellung von Mobilklos nichts mitzureden haben wird.
Für die errechneten Besuchermassen die logischerweise alle gleichzeitig bei Spielende -
(könnte man das Spielende nicht variabel gestalten?) ihr, zum dreifachen Gasthauspreis erstandenes Alkoholfreies wieder loswerden wollen, müssen tausende
solcher Häuschen entlang der Stadionzufahrtsstraße aufgestellt werden und wer dann
nicht schnell genug von seinem Drang gedrängt wird, muss eben 1 km rennen, um noch
in das letzte freie Blechkastel eintreten zu können. Er läuft und läuft und läuft und läuft......
Und wer es nicht schafft, denkt sich dann, er hätte nicht ein glas heller Freude sondern
Mars konsumieren sollen, denn Mars macht mobil, bei der Klosuche und beim Spiel.
Oder aber er muss sich sich hinter ein Gebüsch oder einen Baum verdrücken - was
wesentlich näher ist - um die Flüssigkeit wieder rauszudrücken. Zisch, frisch, aber nicht Keli.
Naja, wir wissen, wie der Nasse läuft.
Damit das aber nicht überhand nimmt, wurden ausnahmsweise naturgeschütze Bäume
entfernt. Somit kann man auch ohne Baum .... ehschowissen. Und dort wo zuerst ein
Baum für 1 Person stand, haben nun 3 Personen Platz, da es sich ja vorwiegend um stehende Männer - Fussballfans - handelt. Aber auch hockende Fussballfanninen
kann man bei genauerem Hinsehen beobachten - und solche Beobachter gibt es ja auch
genug.
Wenn dann alles vorbei ist, kommt dann der Bagger, um das kontaminierte Erdreich
3 Meter tief als multikulturellen Sondermüll zu entsorgen. Die Frage ist nur: wohin?
Jedenfalls nicht nach Deutschland, denn die hatten schon beim letzten Fussballevent
nicht gewusst, wohin mit dem Urinalhumus.
Vielleicht kann mans dann den Fussballpinkeltouristen wieder an ihre Autos kleben, denn
im Falle eines Falles klebt Uhu wirklich alles.
Aber dafür haben wir ja nicht nur den Euro (mask.) sondern auch die Euro2008 (fem.)
und wenn schon der Euro nix wert ist, soll den Millionen Euro-Fans wenigstens die Euro
spannende Aufregung (neben dem Stadion wird anstelle des Stadionbades ein Lazarett
errichtet) bescheren.
Wäre aber garnet notwendig - denn Mineralwasser statt Bier belebt die Sinne.
Naja, die spinnen, die Römerquelletrinker.
Das wär aber garnet notwendig, wenn die Leute mehr Fernsehen würden, da heissts ja:
Nieder mit dem Euro-Millionenspiel.
Man darf aber net alles glauben. Glaub ans Glück heisst nicht, daß Österreich im
Endspiel gegen Australien der glückliche Gewinner ist.
Australien spielt nämlich garnet mit.
| Der Badegast steht vor der Mauer, da hilft ihm auch kein
Gusenbauer. Die Randalierer machen Polterer, das stört dann aber nicht den Molterer. Bei den Gebüschen stehn die Pischer, dorthin schaut aber nicht Heinz Fischer. Dann schrein sie in la-ola-wellen, nur wellt nicht mit der Van der Bellen. Unsere Euros gehn nach Brüssel, den Transfer regelt Wolfi Schüssel. Entfernt sind Bäume, Sträucher, Gräupel, die schlägerte ja Meister Häupl. Österreich kummt ja eh net weida, höchstens nach Kärnten bis zum Haider. Am Fussballfeld das Warzenschwein, das sucht vergeblich Bartenstein. Es kommen Piefke, Tschuschen, Polsky, sind eingeladen von der Kdolsky. Sie saufen Bier und Schnaps statt milk, vielleicht sauft mit dann auch der Zilk. Die Niederlage fordert Rache, das schwört besonders der Herr Strache. Österreich ist ja Nettozahler, doch weniger zahlt Westentaler. Der Niki Lauda kommt mitn Smart hin, das hat erlaubt Hans Peter Martin. Wenn wir verlieren ists ein Jammer, warum spielt denn nicht mit der Klammer. Kontaminiert sind Feld und Äcker, lassts schaufeln doch den Schwarzenecker. Trotzdem zum nahen Weihnachtsfeste wünscht ossi euch das allerbste. und Prosit für Zweitausendacht. Drum schliesse ich jetzt. Gute Nacht. |
DER EUROPOKAL